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Gourmetkoch Hartmut Bartz arbeitet bereits seit mehreren Jahren als "Mietkoch".
Ob Candlelight Dinner im kleinsten Kreis, runder Geburtstag, eine Hochzeit mit 150 geladenen
Gästen im heimischen Garten, oder einer angemieteten Lokalität mit Küche - das alles ist für
den gebürtigen Krefelder kein Problem. Der 32-jährige hat sein Handwerk schließlich bei
Monsieur Chopelin im Krefelder Gasthof Korff von der Pike auf gelernt. Nach seiner Ausbildung
studierte er in Bonn Ökotrophologie. Die Idee zum Mietkoch hatte er anlässlich einer Geburtstagsfeier
seiner Freundin, bei der er die Gäste am eigenen Herd mit frisch zubereiteten Köstlichkeiten
verwöhnte. Die Freunde waren begeistert.
"Daraus musst Du mehr machen" ermunterten sie den Wahlbonner und das tat er auch.
Seit nun mehr acht Jahren kommt Bartz zu seinen Kunden nach Hause, um dort vor Ort für sie zu kochen.
Dazu braucht er nicht mehr als eine handelsübliche Küche. Sie sollte nur über genügend
Arbeitsfläche verfügen und nicht zu klein sein. Spezielle Küchengeräte, wie einen zusätzlichen
Zweiflammenkocher oder Töpfe und Pfannen, die sich in einer deutschen Durchschnittsküche nicht
finden, bringt er mit. In einem persönlichen Vorgespräch wird das Menü ganz individuell nach den
Wünschen und dem Geschmack des Kunden zusammengestellt. Auch bei der Auswahl harmonierender
Weine ist Bartz behilflich.
Der Gourmetkoch hat sich der gehobenen internationalen Küche verschrieben. Er möchte seine Kunden
mit exquisiten Gerichten verwöhnen. Daher verwendet er auch nur ausgesuchte Zutaten.
Die müssen nicht nur frisch sein, sondern auch von einer besonderen Qualität. Seine Waren bezieht
er ausschließlich bei dem Feinkosthändler Effelsberg in der Bonner Südstadt. "Bei ihm," so der
einstige Student der Ernährungswissenschaften, "bekomme ich erstklassige Ware, auch ausgefallene
Produkte, die in Deutschland nur schwer zu haben sind." Bartz, kulinarischer Phantasie sind keine
Grenzen gesetzt. Ob Wild, erlesene Fisch- und Fleischgerichte oder vegetarisch, erfüllt wird
jeder Wunsch, wobei er sich selbst gerne an saisonale Produkte hält. Denn warum soll man Tomaten
aus den Treibhäusern Spaniens nehmen, wenn sich mit einheimischen Saisonprodukten ebenso exquisite
Gerichte zaubern lassen?
"Das Besondere am ,Kochen vor Ort", so Bartz "ist, dass die Gastgeber ihre Gäste in ihrer
heimischen Umgebung empfangen können. Das verleiht dem Fest den ganz privaten und persönlichen
Charakter." Gleichzeitig haben die Gastgeber mit der Organisation aber nichts zu tun.
All diese Aufgaben übernimmt der Mietkoch. Er macht den Einkauf, bereitet vor und zu und das
Bonbon für die Hausfrau: Er verlässt die heimische Küche so sauber, wie sie vorher war.
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